Träume und Visionen

Was könnte die Zukunft bringen und welche Wünsche gibt es für diese – hoffentlich bessere – Zukunft?

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Wie soll die Zukunft aussehen?

Die Frauen aus dem Reisanbau Projekt im Ortsteil Katindiuka haben klare Vorstellungen dazu. Sie sind im 2. Jahr des Projektes und haben bei der 1. Ernte bereits ihren Ernteertrag im Schnitt verdoppeln können.  Jetzt bei der 2. Ernte ist auf Grund der schlechten Wetterbedingungen keine große Steigerung zum Vorjahr zu sehen.  Die ersten Saaten sind auf den Feldern verdorrt – erst die 3. Aussaat hat Frucht getragen.  Auf die Frage ob sie denn mehr geerntet haben als Frauen,  die nicht im Projekt sind, kommt die Antwort mit einen leichten Lachen: natürlich ist es mehr.
Ja sie sind dankbar für die Unterstützung und ja,  sie freuen sich darüber,  im Projekt zu sein. Auch wenn in diesem Jahr ein Eigenbeitrag zu bezahlen ist.  Rund 1/4 der Projektkosten tragen sie selbst, letztes Jahr wurde noch alles bezahlt.  Langsam gewöhnen sie sich so daran genug Geld für das kommende Jahr anzusparen. 

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Traditionell afrikanisch - im Schatten des Baumes tauscht man sich aus

Aber sie wünschen sich mehr – dass eine von ihnen eine landwirtschaftliche Fachausbildung  machen kann zB.  Die Motivation mehr zu erwirtschaften und mehr zu erreichen ist geweckt.  Sie sehen nun, dass mehr möglich ist,  dass sich ihr Leben verbessern kann.  Ihr Leben hat sich verbessert,  das sieht man klar.  Die Kleidung hat sich verändert, ist schicker geworden aber auch ihr Selbstbewusstsein ist gestiegen.  Sie trauen sich ihre Wünsche zu äußern,  die treten selbstsicherer auf – denn jetzt können sie sich und ihre Familien selbst ernähren. 
Das erste Ziel des Projektes ist erreicht: Ernährungssicherheit.  Das sprichwörtliche “tägliche Brot” ( in diesem Fall eher der tägliche Reis) ist nicht mehr das Problem.  Aber sie haben Ideen für die Zukunft!  Geschäftsideen, wie die Anschaffung eines Traktors der dann vermietet werden soll.  Ideen für Weiterbildungen. Eine Vision für eine bessere Zukunft.

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Gemeinsam etwas erreichen

Sie haben gesehen, dass sie es schaffen können ihr Leben zu verbessern und sie wollen an diesem Punkt nicht stehen bleiben.  Es bewegt sich etwas…

Herzlichen Dank an die tittmoninger Firma “Siloking – Mayer Maschinenbaugesellschaft” für die großzügige Unterstützung dieses Projekts und dieser Gruppe!  So können Zukunftsvisionen Stück für Stück wahr werden…

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Danke an die Firma Siloking

Alltag in Ifakara

Es sind 1000 kleinen Unterschiede im Alltag, die für uns europäische Besucher hier manchmal neu,  spannend, amüsant aber auch herausfordernd, ernüchternd und unverständlich sind.

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Unzählige Marktstände entlang der Hauptstraße, die bei jedem vorbeifahrenden Lkw eine Ladung rot-braunen Stau abbekommen und in denen in direkter Nachbarschaft  Tee,  Wellblech,  Fahrräder und Medikamente verkauft werden.

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Möbel und Dekorationen,  die für unser Stilempfinden oft hart an – oder auch jenseits – der Kitschgrenze sind.  Polstersessel in denen man beinahe versinkt, in denen manchmal auch undefinierte Lebensformen hausen und Spitzendeckchen in pink,  neongrün oder schreiendem orange.

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Gottesdienste im Vorgarten einer Familie,  bei denen großartige Chöre auftreten, während die Nachbaren ihren normalen Tagesgeschäft nachgehen und eine Glucke mit ihren Küken am Alter vorbei läuft.

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Hühnersuppe mit Kartoffeln und Schwarztee zum Frühstück sind bei großen Festen keine Seltenheit,  auch wenn die Kombination für uns sehr… interessant ist.

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Die unglaubliche Freude über einen richtigen Fußball , an Stelle des Steins,  der mit Blättern,  Plastik-und Stoffresten umwickelt ist und der der wertvollste Besitz ist,  den man sich nur vorstellen kann.

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Und mitten drin: wir 3! Es geht uns gut und sind voller Eindrücke und Moskitostiche! 

PS: wir bitten Fehler im Blog zu entschuldigen – leider funktioniert das Blogschreiben nur via Handy und die Tastatur und Autokorrektur sind nicht optimal.

Ziegen pflegen…

Auch in diesem Jahr steht es wieder auf dem Programm: der Besuch unseres Ziegenprojekts.

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Vor 6 Jahren hat die Gemeinschaft der Frauen im Ortsteil Viwanja Sitini 2 Ziegen bekommen.  Ein Zusatzeinkommen sollte es damals sein – eine Unterstützung für Kosten,  die die Frauen selbst nicht tragen können. Sie leben fast alle ausschließlich vom Ackerbau.  Tierhaltung war damals absolut neu für sie.
Heute kennen sie sich deutlich besser aus.  35 junge Ziegen sind bei ihnen zur Welt gekommen seither und 17 davon haben sie behalten. Den Rest haben sie verkauft, immer wenn es notwendig war. Im letzten Jahr haben uns die Frauen erklärt, die Tiere seien für sie wie ein Sparbuch : wenn sie gerade kein Geld brauchen vermehren sich die Ziegen,  wenn sie aber plötzliche oder unerwartete Ausgaben haben können sie eines der Tiere schnell verkaufen.
Mit dem Geld,  dass sie so eingenommen haben,  haben sie zum Beispiel Medikamente gekauft,  wenn jemand krank wurde,  oder das Schulgeld für eines der Kinder bezahlt oder auch bei Ernteausfällen Essen gekauft.

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Damit die Tiere nachhaltig Leistung erbringen können und gesund bleiben müssen natürlich regelmäßig gepflegt werden und so ist es heute wieder mal Zeit für die Pediküre-das Nachschneiden der Klauen.

PS: bei der Aktion kamen weder Tiere noch Menschen zu Schaden – duschen mussten die Menschen allerdings danach!

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“Nur” ein Tropfen auf den heißen Stein?

Heute folgen wir einer ganz besonderen Einladung: Maua Abdallah hat uns eingeladen.  Sie hat mit einem Stipendium unseres Vereins ihre Ausbildung zum Krankenschwester absolviert.  Im letzten Jahr hat sie ihren Abschluss gemacht, seither arbeitet sie im St. Francis Hospital in Ifakara. Sie hat uns besucht, als sie gehört hat,  dass wir in Ifakara sind und uns zum Mittagessen zu sich nach Hause eingeladen. Ein Besuch in einem tansanianianischen Zuhause ist immer etwas Besonderes. Einladungen sind sehr wichtig und oft stürzen sich die GastgeberInnen in Unkosten um ein Festmahl auf den Tisch zu zaubern.

Mit dem Hauch eines Lächelns,  den Blick leicht gesenkt,  steht die junge Frau vor unserer Unterkunft um uns abzuholen.  Wir machen uns auf den Weg zu der kleinen Wohnung, die Sie gemietet hat.  Schon am Eingang riecht es unbeschreiblich gut nach gekochtem Gemüse und Fleisch.  Das Wohnzimmer (neben der kleinen Küche und den beiden Schlafzimmern der einzige Raum der WG in der Maua mit einer Freundin lebt ) ist sehr üppig dekoriert – Kitsch ist hier kein Fremdwort – und wird dominiert von einem großen Kühlschrank.

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Wir nehmen Platz und das Essen wird schnell von unserer Gastgeberin serviert : Reis mit Zuckererbsen,  Amarantblättern und Rindfleisch.  Es schmeckt unbeschreiblich gut!
Bei Komplimenten sieht Maua zu Boden,  sie bedankt sich und wirkt erfreut und beschämt zugleich.  Beim Essen erzählt sie uns von ihrer Arbeit im Krankenhaus und nach dem Essen zeigt sie uns ihre Diplome als Krankenschwester und Hebamme.  Sie beginnt zu erzählen…
…von den Eltern,  der katholischen Mutter,  die in einem anderen Landesteil lebt und von dem muslimischen Vater,  der gestorben ist noch bevor sie ihre Ausbildung begonnen hat.
…von ihrer frühen Jugend und dem Gefühl der Perspektivenlosigkeit, das auch heute so viele Jugendliche hier spüren.
…davon wie sie schon für eine warme Mahlzeit und ein wenig Geld Beziehungen mit Männern eingegangen ist.
…von der viel zu frühen Heirat und der Geburt ihres Sohnes vor 12 Jahren und auch davon,  dass sie ihn alleine großgezogen hat.
…von der Arbeit als Köchin und ihrem Kampf um das Geld für die Ausbildung zur Krankenschwester zusammen zu bekommen,  die sie sich so sehe gewünscht hat.
…davon,  wie sie ihr Kochgeschirr verkauft hat um eine Anzahlung für die Schule zusammen zu bekommen.
…von dem Tag als sie gehört hat,  dass ihr Bewerbung für das Stipendium bei unserem Verein erfolgreich war.

Was sie mit ihrem ersten Gehalt gemacht hat?  Ihren Sohn in einer Schule angemeldet – in einem Internat,  weil sie während ihrer Arbeitszeiten niemanden hat,  der auf ihn aufpassen kann – Familie hat sie nicht in Ifakara.  Einmal im Monat fährt sie die rund 250km bzw.  4 Stunden um ihn kurz zu besuchen, aber in den Ferien kommt er ja Heim, meint sie.  So kann er eine Ausbildung abschließen. Stolz zeigt sie uns die Zeugnisse – sie lacht und strahlt übers ganze Gesicht,  wenn sie von ihm erzählt. Aber dann hält sie sich die Hand vors Gesicht – Tränen sollen wir nicht sehen… er fehlt ihr sehr.

30 ist sie jetzt und sie hat Pläne – mit dem kleinen Kredit, den sie aufgenommen hat, hat sie den Kühlschrank gekauft.  So kann sie jetzt Eiscreme herstellen und verkaufen – mit dem Gewinn hat Maua ein Grundstück gekauft auf dem schon im nächsten Jahr ihr Haus stehen soll.  Es ist alles genau geplant.

Wie das Stipendium ihr Leben  verändert hat fragen wir. Die Antwort: Es hat ALLES verändert – jetzt habe ich ein Leben – mein Leben.

The office

Seit dem Jahresanfang 2014 hat der Verein der Freunde von Ifakara ein eigenes Projektbüro. Hier arbeitet Moses Subert, der unsere Projekte koordiniert.  Im Moment ist er allerdings auf einer Weiterbildung in Südafrika und in seiner Vertretung heißt und Peter Doka willkommen.  Er unterstützt Moses und unsere Projekte hier seit kurzem.
Im Lauf unseres Besuches in Ifakara werden wir natürlich alle Projekte besuchen. Eins steht fest – es wird keine Langeweile aufkommen…
Der erste Eindruck ist auf jeden Fall sehe gut. Es tut sich viel und es gibt gute Erfolge in den einzelnen Projekten. Auf uns wartet ein spannendes und abwechslungsreiches Programm: Besuche von unseren Reisanbauprojekten für Aleinerzieherinnen, Weiterbildungen zum Thema Hiv mit Jugendlichen, Besuche bei den Ziehenhalterinnen aus unserem Ziegenprojekt und in den Familien, die bald Milchziegen halten werden, Treffen mir ehemaligen SchülerInnen aus unseren Stipendienprojekten, Treffen mit den KatechetInnen der Pfarre und der Besuch der Schule und des Kindergartens im Ortsteil Katindiuka, die wir unterstützen.
Es wird also spannend in den nächsten Tage und Wochen!
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Ankommen

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3:30 Uhr am Flughafen in Dar-es-Salaam… endlich gelandet. Wir werden bereits erwartet von einem langjährigen Freund, Salutaris Mpinge,  der uns nach Ifakara bringen wird. 

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Nach einem langen Flug soll man sich erst mal ausruhen… oder es wie wir machen und gleich vom Flughafen weiterfahren nach Ifakara. In der rekordverdächtigen Zeit von 7 Stunden hat uns Salutaris sicher die rund 470km von  Dar-es-Salaam nach Ifakara gebracht …der erste Teil der Reise ist sehr ruhig und nach dem Sonnenaufgang sieht man die Schönheit des Landes. V.a. sieht man noch asphaltierte Straßen – das ändert sich beim Ort Kilombero und das Wort “Schlagloch” bekommt für den Europäer eine vollkommen neue  Bedeutung.  “Welcome to Africa,  it beginns here. “ja,  hier beginnt ein anderes Afrika – abseits von Großstädten und Safariparks. Ein Afrika zwischen Bilderbuch-Romantik,  harter Realität und vielem mehr.

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In Ifakara ankommen … da beginnt für mich ein Stück  Vertrautheit.  Vieles hier ist gewohnt und auch bekannt,  auch wenn wir als “Wazungu”(“Weiße”) natürlich auffallen und wohl manche Dinge nie verstehen werden können. Und so ist man manchmal vielleicht eine Art… “bekannter Fremder”.

Die Herzlichkeit mit der wir aufgenommen werden ist auf jeden Fall großartig und wir freuen uns auf viele tolle Erlebnisse – morgen besuchen wir die ersten Projekte!  Wir freuen uns sehr!

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Reisevorbereitungen

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Alles liegt bereit, bald geht es los – morgen Früh machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Ifakara!
Mit dabei sind wieder viele Geschenke und Spenden für unsere Projekte in Ifakara… zB Kulis und Farbstifte, die auch heuer wieder das ganze Schuljahr über im SPZ Zams gesammelt worden sind und in den Schulen in Ifakara immer heiß begehrt sind.

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Aber auch Kondome,  die uns die Textilfirma Erdbär aus Salzburg gespendet hat und die in Hiv/Aids Aufklärungsprojekten immer gefragt sind, werden ihren Platz im Reisegepäck finden.

Wir machen uns auf den Weg auf die andere Seite der Erde,  auf die Südhalbkugel,  auf der doch so viel mehr Menschen in Armut leben als im Norden des Planeten.  Wir freuen uns auf unsere Projekte,  auf alte FreundInnen,  auf neue Gesichter und auf spannende Begegnungen.  Bald geht es los.

Für mich wird es eine “Jubiläumsreise”, die 10. nach Ifakara. Zum ersten Mal war ich vor 12 Jahren dort und seither lässt mich dieser Ort mit den dort lebenden Menschen nicht mehr los. Aber egal wie oft ich dorthin fahre, ein wenig Aufregung was mich erwarten wird ist immer dabei. Wie laufen die Projekte? Was hat sich verändert? Auch wenn ich das ganze Jahr über regelmäßig Updates aus den laufenden Projekten bekomme – es dann vor Ort zu sehen, den Menschen gegenüber zu stehen, das ist etwas anderes.  Wenn wir hier in Europa von Afrika lesen oder hören, scheint es uns eine andere Welt – eine Welt, die  in vielen Dingen sehr weit weg von unserer ist. Wir sind schnell dabei Lösungen für Probleme zu finden und uns zu denken: “Das kann doch nicht so schwierig sein.” Vor Ort sieht es dann aber oft ganz anderes aus. Etwas zu sehen ist anders als es erzählt zu bekommen. Einiges wird klarer, verständlicher und auch nachvollziehbarer, wenn man es mit eigenen Augen sieht. Eines wird auf jeden Fall klar auf so einen Reise: Es ist die selbe Welt – es gibt nur diese EINE Welt. Mit Menschen, die bei aller Unterschiedlichkeit die selbe Freude, Angst, Unsicherheit und Lebenskraft spüren, wie alle anderen auch.

Ich freue mich auf eine Zeit, in der es Begegnungen gibt, die auf Augenhöhe stattfinden und in denen gemeinsam Projekte und Zukunft geplant werden.

Doch zuerst muss gepackt werden… doch auch das hat zum Glück ein Ende…

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Und wieder unterwegs …

Wir sind unterwegs nach Hause, ein weiterer Besuch in Ifakara ist vorbei. Wie immer eine intensive Zeit mit vielen Begegnungen und Erlebnissen. Viele unserer Projekte laufen sehr gut, da und dort gibt es kleine Verbesserungsmöglichkeiten, aber das Resümee ist durchwegs positiv! Wir sind auf einem guten Weg!

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Vor 11 Jahren war ich das erste Mal hier und in dieser Zeit hat sich viel getan. Wie es schon der Vereinsname sagt, Ifakara und ich sind Freunde geworden. Dieser Ort und seine Menschen gehören für mich inzwischen zu meinem Leben, ganz natürlich, obwohl uns die meiste Zeit über so viele Kilometer trennen. Irgendwie ist Ifakara immer da …

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Es ist viel entstanden in dieser Zeit, viele Projekte haben begonnen, viele Menschen sind mit Problemen und Sorgen zu uns gekommen, viele konnten durch die Unterstützung des Vereins ihre Lebensbedingungen verbessern.

Wenn ich zurück schaue, auf diese Zeit, sehe ich viele Gesichter. Traurige, frohe, erwartungsvolle, erleichterte. Nicht alles war schön, nicht alles war gut, alles aber war wichtig. Und immer wieder die Frage: Reicht das, was ich hier ausrichten kann aus?

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Meist heißt die Antwort wohl: Nein, es müsste noch viel mehr passieren. Es ist – wie man so schön sagt – ein Tropfen auf den heißen Stein. Warum also nicht einfach aufgeben?

Weil auch ein Eimer Wasser einen ersten Tropfen braucht um irgendwann voll zu werden. Irgendwann und irgendwo muss ein Anfang passieren. Inzwischen haben wir – gemeinsam mit vielen UnterstützerInnen – einige Tropfen zusammen bekommen und es ist schön, nach dieser Zeit zurück zu schauen und zu sehen, was alles erreicht werden konnte. Ich bedanke mich im Namen all dieser Gesichter aus meinen Erinnerungen, und auch ganz persönlich, für diese Unterstützung. Wir sind auf einem guten Weg – das wichtigste ist aber: Wir gehen diesen Weg und wir gehen ihn gemeinsam mit Menschen in Ifakara!

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Und was wurde aus …

… dem Schulbauprojekt in Katindiuka? Das BRG/BORG Landeck hat mit großartigen Aktionen ja das Geld für einen neuen Klassenraum für die „Shule ya Msingi/Primary School“ Katindiuka gesammelt und das war ganz schön viel Arbeit!

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Viel Arbeit gibt es auch auf der Baustelle. Durch die schweren Regenfällen und Überschwemmungen in Ifakara, konnte der Bau nicht wie geplant fertig gestellt werden, sondern musste etwas warten und v.a. trocknen. Jetzt geht es aber weiter und zwar zügig! In 3-4 Monaten soll alles abgeschlossen sein, denn manche Baustoffe brauchen ziemlich lang, bis sie nach Ifakara geliefert werden können. Der Großteil der Arbeit ist aber geschafft und stolz zeigen uns die LehrerInnen und SchülerInnen die Baustelle. Der Klassenraum ist dringend nötig, da in jeder Klasse im Schnitt 85 SchülerInnen sitzen und das ist einfach zu viel. Der Unterricht leidet sehr darunter, dass die Klassen so überfüllt sind – auf Fragen kann man nicht eingehen, erzählen die LehrerInnen, denn die Zeit um 10 oder 20 SchülerInnen eine Antwort zu geben sei nicht da. Mit dem neuen Raum können zumindest für einen Jahrgang Klassen geteilt werden und das ist besonders bei der Vorbereitung auf die großen landesweiten Examen wichtig. Für die 525 SchülerInnen (dazu kommen noch 3 Kindergartengruppen mit jeweils über 40 Kindern) gibt es 17 Teilzeit-Lehrkräfte und nur 7 Klassen, eine pro Jahrgang.

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Vielen Dank an das BRG/BORG Landeck, die engagierten SchülerInnen und LehrerInnen dort und alle die für dieses Projekt gespendet haben!

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