Life skills development and youth employment

The youth are also part of the forefront group to support on different projects, the landscaping group pioneered for life skills development and environmental protection through tree planting is actively implemented in Ifakara. In fact is a new idea recently introduced by our projects in the association. The engaged young people are hoping to raise awareness to others on life skills but also getting income from it by selling flowers 💐 and tree seedlings to people in and even outside Ifakara Town. Our initiative is to keep the group empowered in order for tjem to realise their ambition to the society.

Said in blue and Abdulakim are the founders of this landscaping group, but currently have 2 part-time more members working together

Shamba work

Women farmers are happy for the assistance from Max, the Austrian volunteer in Ifakara, though he is not used to farm fields but can easily catch up the process and be active in the rice farm, women are very happy to work together and feel proud of their work.

Income diversification

After shamba work in rain season, we keep on striving for people sustenance and livelihood development in aspects of gardening and animal keeping.

Wenn die Arbeit auf den Feldern wĂ€hrend der Regenzeit erledigt ist, bemĂŒhen wir uns wieter um Auskommen und das Verbessern der LebensumstĂ€nde der Menschen, v.a. in den Bereichen Gartenbau und Viehhaltung.

IMG-20181016-WA0025Currently after our projects, women in families do not only depend on one source of food and income generation, through the knowledge and teachings in groups women have diversified their activities into more diverse way that  enable them to have an extra source of household food and income to manage the family in terms of housing, medication, clothing, group strengthening in terms of financing themselves. This makes them proud of and more powerful in decision making not only at a family level but also at the level of community they belong.IMG-20181016-WA0029 For this as an Association of Friends Of Ifakara we feel it’s real important thing to make these family proud of themselves.

Chickens and School … and what connects them / HĂŒhner und Schule …und was sie miteinander zu tun haben

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Youth empowerment is one of the less emphasized part not only in Ifakara but within a country at large. The generation comes with less life development skills for own production, self-saving or even small business development for personal income sources and hence poverty circle continues within families.

Junge Menschen zu unterstĂŒtzen und ihre HandlungsfĂ€higkeit zu erhöhen ist nicht nur in Ifakara, sondern im ganzen Land, ein großes Thema. Jugendliche haben heute hier weniger Wissen ĂŒber Selbstversorgung, ihre eigenen Finanzen und auch bezĂŒglich kleiner GeschĂ€fte, um Einkommen zu generieren, wodurch die Armutsspirale in einer Familie sich mit jeder Generation weiter nach unten dreht.

The association through our projects thinks beyond, that life development skills are also important part for a young generation other than only the knowledge acquired in classes for academic career. This time four pilot students are supported with animal keeping skills and chickens for starting their own small projects at home as empowerment strategy and everyone believe that after few months he/she will be in a position to have his/her own established income source from chicken keeping to enable his/her own expenses like pair of shoes, uniform, buying books for school and even supporting part of family needs at home (this is common in Tanzania for poor families).

Als Verein versuchen wir ĂŒber die Projekte hinaus das Potential fĂŒr Entwicklung gerade junger Menschen zu fördern und zu entwickeln, auch ĂŒber das (akademische) Wissen hinaus, das sie in der Schule erwerben. Diesmal starten wir mit 4 SchĂŒlerInnen, die mit HĂŒhnern und Weiterbildung (https://wordpress.com/post/freundevonifakara.com/538) zur HĂŒhnerhaltung unterstĂŒtzt werden, um eigene kleine Projekte Zuhause zu starten. Damit soll ihre HandlungsfĂ€higkeit gestĂ€rkt werden und alle sind sich sicher, dass sie in wenigen Monaten dadurch Einkommen generieren werden können und so fĂŒr Schuhe, Schuluniformen und SchulbĂŒcher aufkommen können, ja sogar zum Familieneinkommen und Haushaltseinkommen beitragen können (wie es in den Ă€rmeren Familien Tansanias ĂŒblich ist).

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From the left is Michael coming from Kilama village; he hopes that the supported chickens will empower him to manage his expenses for school. The next is Festus and Hidaya from Kibaoni; they are all ambitious to have quit a big number of chickens in few months to come and teach others to do self-owned activity at home as a part time productive work after studies in school. Zulfa (the last) a very charming girl says that this is an opportunity to her and her family to show many that her being a girl can make something at home as well as to the community, she promised to manage her chicken keeping and will also help others with chicken to start like the project did for her. This beginning makes the association to be proud of these four young students in our interventions.

Links steht Michael, der aus dem Ortsteil Kilama kommt und hofft durch das “HĂŒhner-Projekt” Ausgaben fĂŒr Schule und Bildung bestreiten zu können. Daneben stehen Fetsus und Hidya aus dem Ortsteil Kibaoni, die sehr ambitioniert sind und sich darauf freuen bald eine grĂ¶ĂŸere Zahl an HĂŒhnern zu halten und bald schon ihr Wissen und die Erfahrungen aus dem Projekt zur Selbst-Finanzierung nach der Schule an andere Jugendliche weiterzugeben. Zulfa ist ein einnehmendes junges MĂ€dchen, die das Projekt als eine Chance fĂŒr sich und ihre Familie um allen zu zeigen, dass sie als junge Frau genauso (wie ein Mann) fĂŒr ihre Familie und die Gemeinschaft etwas bewegen kann. Sie plant nicht nur fĂŒr sich selbst zu arbeiten, sondern auch andere so zu unterstĂŒtzen, wie sie vom Verein unterstĂŒtzt wurde. Der Verein freut sich sehr ĂŒber diesen Projektstart und wir sind stolz auf die jungen ProjektteilnehmerInnen.

Zum Abschied…

Wir verabschieden uns aus Tansania. Unsere diesjĂ€hrige Reise geht morgen zu Ende und es geht zurĂŒck nach Europa. Einige ereignisreiche Wochen liegen hinter uns, voller bewegender und spannender Momente und Begegnungen. Viele Menschen mit ihren Geschichten, Schicksalen und ihren Erfolgen durften wir treffen. Unser Leben wurde einmal mehr bunter und reicher und doch lassen uns viele Erinnerungen auch jetzt noch Innehalten und nachdenklich werden. Wir schließen unsere Erfahrungen hier mit ein paar Gedanken zum Thema „Helfen“ und freuen uns, dass der Blog in Zukunft regelmĂ€ĂŸig aus Europa von Johannes Lanser und aus Tansania von Moses Subert mit Neuigkeiten rund um die Projekte in Ifakara befĂŒllt wird und kein reiner Reiseblog mehr ist. Darum bitte dran bleiben, ab September gibt es einen Neustart hier im neuen, verĂ€nderten Projekt-Blog.

 

 

Helfen gehört wohl zu den schwierigsten Dingen auf der Welt. Denn es birgt immer die Gefahr, dass dabei eine Seite stark und mĂ€chtig ist und die andere Seite klein und machtlos wird. Der/die HelferIn mag aus den nobelsten Motiven heraus handeln – fĂŒr die empfangende Seite wird die Lage auf Dauer aber immer aussichtloser. Die Spirale von Hilflosigkeit und Machtlosigkeit fĂŒhrt schließlich zu AbhĂ€ngigkeit und Resignation.

Aus diesem GefĂŒhl heraus kann wohl nur in seltenen AusnahmefĂ€llen etwas Neues, Positives entstehen. Es herrscht Stillstand.

Es reichen aber oft schon kleine Starthilfen auf Augenhöhe, die den Glauben in die eigenen FÀhigkeiten und KrÀfte wieder aktivieren können. Und mit jedem kleinen Erfolg steigt das Vertrauen in die eigenen FÀhigkeiten und Möglichkeiten. Und genau das durften wir in den letzten Wochen bei unseren Treffen mit Menschen in unseren Projekten erleben: viele Frauen und Jugendliche, die wieder Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickelt haben und uns von neuen Ideen erzÀhlt haben. Menschen, die begonnen haben, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und aktiv ihre PlÀne zu verwirklichen.

Nein, helfen ist nicht einfach. Aber unter Freunden sollte es auf der gleichen Ebene passieren.

Danke an alle FreundInnen von Ifakara fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung auf Augenhöhe.

Asanteni sana!

Freundschaft und Religion

Heute Abend haben wir hier in Dar es Salaam Besuch bekommen. Es ist Baraka, ein Medizinstudent aus Ifakara. Durch ein Stipendium unseres Vereins konnte er die Schule abschließen und ist nun im 3. Jahr seines Studiums. Baraka lassen wir heute selbst zu Wort kommen:

 

Barakas Vater ist Moslem, seine Mutter katholische Christin. Damit steht er nicht allein in Tansania. Immer wieder haben wir mit Familien zu tun in denen verschiedene Religionsgemeinschaften und Konfessionen vertreten sind.

Der Verein der “Freunde von Ifakara” ist aus der Partnerschaft der katholischen Pfarrgemeinden Ifakara und Zams entstanden – das bedeutet aber nicht, dass wir Religionszugehörigkeit als Kriterium fĂŒr unsere ProjektteilnehmerInnen sehen. Armut kennt kein Religionsbekenntnis. Hunger verschont weder Christen noch Muslime. Not betrifft alle.

Die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt der Menschen in Ifakara ungeachtet ihrer religiösen Überzeugungen zu fördern, ist uns ein Anliegen. Und so finden sich sowohl in den Reisanbau-Projekten, als auch im Stipendienprojekt und bei den Tierspende-Projekten Menschen mit muslimischen und christlichen Überzeugungen und sogar einige wenige AnhĂ€ngerInnen der traditionellen Naturreligionen.

FĂŒr viele Menschen in Ifakara ist das immer noch ĂŒberraschend. Viele Projekte, die aus dem Ausland gesponsert werden, haben einen klaren religiösen Hintergrund und richten sich an eine bestimmte Gemeinde oder Glaubensgemeinschaft.

So war auch eine muslimischen Familie in Kibaoni/Ifakara ĂŒberrascht, als wir bei ihnen aufgetaucht sind. Durch einen HIV-Workshop an der Schule sind wir auf die Tochter, Johari, aufmerksam geworden. Sie war auffallend gut informiert und ihre Wortmeldungen haben gezeigt, dass sie nicht nur auswendig gelernt , sondern sich selbst Gedanken gemacht hat. Einer der Lehrer hat uns nach dem Unterricht erzĂ€hlt, dass das MĂ€dchen auf Grund der Armut der Familie wohl nĂ€chstes Schuljahr nicht mehr zur Schule gehen wird.

DSC00911Und dann sitzen wir im Innenhof des Hauses. Die Mutter des MĂ€dchens hat und freundlich begrĂŒĂŸt, weiß aber nicht so recht, was sie jetzt mit uns anfangen soll und warum wir eigentlich da sind – sie lĂ€chelt etwas verlegen. Eine ihrer Nichten macht gerade den Abwasch in einer Plastikwanne und wirft uns skeptische Blicke zu. Eine ihrer Schwestern ist unterwegs um die junge SchĂŒlerin zu holen. Und als sie kommt und wir mit Hilfe von Moses Subert und des Lehrers erklĂ€ren, dass uns Johari im Unterricht so positiv aufgefallen ist, da kann die Mutter den Stolz auf die Tochter nicht verbergen. Sie lĂ€chelt und auch die anderen Frauen der Familie, die sich um uns versammelt haben hören aufmerksam und mit einem gewissen Stolz zu. Ja, das MĂ€dchen ist gut in der Schule, das wissen sie. Trotzdem wird das Geld fĂŒr den weiteren Schulbesuch nicht reichen, erklĂ€rt uns die Mutter. Sie leben von der Landwirtschaft und ihr Mann hat insgesamt 14 Kinder. Er ist mit mehreren Frauen verheiratet und so muss die Mutter mit wenig UnterstĂŒtzung auskommen. Journalistin möchte das MĂ€dchen gerne werden, wenn das nicht klappt Krankenschwester. Das LĂ€cheln der Mutter verschwindet, als ihre Tochter uns das erzĂ€hlt. Das erscheint ihr in weiter Ferne, wenn nicht einmal das Geld zum Beenden der Schule da ist. Als wir  unsere Angebot der UnterstĂŒtzung unterbreiten sehen uns die Frauen etwas unglĂ€ubig an. Sie haben nie daran gedacht, dass ihnen eine Organisation aus Europa helfen wĂŒrde. Wir erklĂ€ren, dass fĂŒr uns nicht die Religion zĂ€hlt, sondern, dass wir Menschen in Ifakara ungeachtet ihres Glaubens unterstĂŒtzen und dass ihre Tochter das Potential hat es weit zu bringen. Das MĂ€dchen blickt stumm auf ihre Finger, sieht dann verstohlen zur Mutter. Und da ist das LĂ€cheln wieder auf dem Gesicht der Frau und die Tochter atmet sichtlich auf.

Die Mutter erklÀrt sofort, dass sie einen Eigenbeitrag leisten kann und will. Alles sollen wir nicht bezahlen, nur das, was sie nicht aufbringen kann.

Die Stimmung im Hof hat sich verĂ€ndert. Die Frauen lachen und freuen sich. Eine von ihnen wird die Schule abschließen, vielleicht eines Tages wirklich Journalistin sein, oder einen anderen Beruf ergreifen.

Freude und Familie kennen keine Religionsgrenzen – dann sollte es Freundschaft auch nicht tun, auch nicht die der Freunde von Ifakara.

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Von den Verbindungen …

Um 4:30 Uhr sind wir heute aufgebrochen. Die Straße von Ifakara nach Dar es Salaam ist nicht komplett ausgebaut und in der Stadt herrscht immer Verkehrschaos. Stau, Raser und Fahrer, fĂŒr die Verkehrszeichen primĂ€r Straßendekoration sind 
das alles macht die Dauer dieser Reise unberechenbar. Nach rund 9 Stunden sind wir am Strand angekommen, wo wir die letzten Tage bis zum Abflug verbringen werden. In dieser Zeit werden wir hier im Blog nochmal von ein paar Besuchen berichten, die es bisher noch nicht in den Blog geschafft haben.

In Dar es Salaam treffen sich die Extreme. Man passiert beispielsweise ein nobles Möbelhaus, voll klimatisiert und hell Beleuchtung und wenige Meter spÀter stehen ein aus HolzabfÀllen und zerschnittenen ZementsÀcken zusammengezimmerter Marktstand, hinter dem eine Àltere Frau mit einfacher Kleidung Obst feilbietet.

K1024_P1020229Der Strand ist wunderschön. Der tief blaue Ozean zeichnet sich hinter den Palmen ab, der weiße Sandstrand mit den Sonnenschirmen liegt vor uns – Urlaubsparadies und Idylle.

Wir haben das GefĂŒhl in einem anderen Land zu sein. Es erinnert nichts an die staubigen Wege, die wir in den letzten 2 Wochen mit dem Fahrrad entlanggefahren sind. Niemand erzĂ€hlt uns von den Problemen beim Reisanbau, oder welche Kraftanstrengung nötig war, um die Kinder zur Schule schicken zu können. Keine junge Frau denkt darĂŒber nach, durch ein paar HĂŒhner vielleicht genug Geld zum Leben zu erwirtschaften.

Hier am Strand gibt es keine Armut, keine Sorgen. Es wirkt auf uns seltsam surreal. Wunderschön, aber surreal.

 

Dieser Ort könnte ĂŒberall auf der Welt sein. Eine Ferienanlage wie viele. Aus dem Lautsprecher erklingen im Restaurant dieselben Lieder, die wir auch in Europa in einer solchen Anlage hören wĂŒrden. Es gibt hier auch Pizza und Burger. Zu diesem Ort kann man keine Verbindung aufbauen. Nicht auf die Art und Weise, wie wir uns mit Ifakara verbunden fĂŒhlen. Die Menschen und ihr Leben – sie fehlen hier.