Wir sind zurück!

5.50 Uhr früh, 6 Grad am Münchner Flughafen … Europa hat uns wieder!

Das ist auch das vorläufige Ende des Blogs, Anfang nächsten Jahres geht es wieder mit Infos zu unseren Projekten direkt aus Ifakara von unseren FreundInnen vor Ort weiter. Ab diesem Zeitpunkt auf Englisch und Deutsch!

Danke an alle LeserInnen und Leser! Wir hoffen ihr bleibt uns, unseren Projekten und vor allem den Menschen in Ifakara verbunden!

Abflug …

… bald geht es los – wir machen uns auf den Weg zum Flughafen und dann via Doha/Qatar nach München. Knapp nach 13 Uhr starte die Maschine in Dar es Salaam und knapp nach 6 Uhr morgens laden wir in München, nach einem mehrstündigen Zwischenaufenthalt in Doha. Wir durchqueren mehrere Zeitzonen, überfliegen den Äquator und unzählige Städte und Dörfer.

Was bei rund 35  Grad beginnt endet im europäischen Herbst. Es scheint surreal, dass dieses herbstliche Europa existiert – es scheint zu weit weg. Und doch, morgen sind wir dort …

Wir freuen uns auf Familien und FreundInnen, werden den Alltag, das Leben und unsere FreundInnen hier gleichzeitig vermissen … auf jeden Fall ist klar: Wir kommen wieder! Tutarudi!Hände

Nachtrag: Im Jugenzentrum

Bevor es an die Heimreise geht, wollen wir noch etwas über unsere Arbeit im Jugendzentrum berichten. Seit ungefähr einem Jahr bieten wir Schüler und Schülerinnen aus Ifakara Nachhilfeunterricht in den wichtigsten Schulfächern an. Dafür wurden zwei Medizinstudenten engagiert, um den Jugendlichen zehn Stunden wöchentlich bei Fragen zu helfen, da für viele von ihnen noch einiges unklar ist, auch nachdem es in der Schule besprochen wurde.

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So treffen sich in der Regel 30 bis 40 Jugendlich im Jugendzentrum, um ihre Kenntnisse in Englisch, Mathematik, Kisuaheli, Biologie, Geographie etc. zu verbessern. Die letzten Wochen bekamen die Nachhilfelehrer des Jugendzentrums Unterstützung aus Deutschland. Unser Freund Jeremias A. hatte sich bereit erklärt Englischnachhilfe anzubieten und so half er Montag bis Freitag für eine Stunde bei Fragen zu Grammatik und Textverständnis. Gespannt hörten die SchülerInnen seinen Erklärungen zu, denn nicht jeden Tag werden sie von einem “mzungu “(= Weißer) unterrichtet.

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Dar es Salaam

Wir sind in Dar und die Stadt ist ein einziges Verkehrschaos! Stundenlange Staus, unzählige Autos, Motorräder, Fahrräder, FußgängerInnen, Handkarren, … und alles geht drüber und drunter!

Heute haben wir Zeit mit den Dingen zu beginnen, die auf Grund von technischen Gebrechen, Internetverbindung oder Zeit den Weg in den Blog nicht geschafft haben!

Gleich zu Beginn: Das Tierspendenprojekt “SponsorSheep”. Viele Einzelpersonen, Familien und auch eine Schulklasse des akademischen Gymnasiums Salzburg (danke an Frau Prof. Birgit Mosshammer und die letztjährige 5e!) haben im letzten Jahr dieses Projekt unterstützt. Eure Spenden sind angekommen!

Die ersten Tiere haben wir schon anschaffen können, im Jänner gibt es dann gemeinsam mit dem Projektkoordinator Moses die ersten Schulungen zur richtigen Haltung der Tiere – dann folgt der Rest!

Ganz egal ob Schafe, Ziegen, Schweine, Kühe, Hühner oder Enten – die Tiere sollen es so gut wie möglich haben und ihre neuen BesitzerInnen sollen lernen wie man sie richtig hält.

Ob für eine Familie, eine Dorfgemeinschaft, eine Frauengemeinschaft oder eine alleinerziehende Mutter – für sie alle heißt Viehhaltung nicht nur ein Zusatzeinkommen, sondern auch ein “lebendiges Sparbuch”. Sonderausgaben wie Krankenhausaufenthalte, Medikamente usw. können endlich selbst bezahlt werden!

https://freundevonifakara.wordpress.com/2013/10/22/ziegen-als-sparbuch/

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Strand der Schmetterlinge

K1024_P1020229Am “Kipepeo Beach”, am”Schmetterlings Strand”, haben wir den heutigen Tag verbracht. Ein wunderbarer Sandstrand, fast für uns alleine. Wir waren heute die Ersten am Strand – zusammen mit den Zebramangusten …

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… erst am Nachmittag waren andere Touristen zu sehen. Es st wirklich ein wunderbarer Ausblick auf den Indischen Ozean. Bei 38,6 Grad fällt es schwer zu glauben, dass es November ist. Wir genießen das angenehm warme Wasser – sogar ohne Schwimmflügel!

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Dann am späteren Nachmittag zeigt sich wieder das Gesicht der Armut. Prostituierte kommen in 2er und 3er Gruppen an den Strand auf der Suche nach Kunden für die Nacht. Immer mehr Menschen drängen in die Stadt, in der Hoffnung hier ein besseres Leben zu finden. Sie verlassen ihre Heimatdörfer um hier in noch mehr Armut zu leben.

Viele der Touristen hier haben außer Nationalparks und Strand nicht viel vom Land gesehen. Es ist interessant ihnen zuzuhören, wenn sie von Safari-Trips und Kilimanjaro-Touren sprechen und ein Land beschreiben, das uns irgendwie fremd erscheint. Es scheint, als gebe es mehr als nur 1 Tansania. Uns lässt “unser” Tansania auf jeden Fall nicht los. Den ganzen Tag über melden sich Bekannte aus Ifakara und fragen nach, wie es uns geht usw.

Für uns reicht ein Tag hier auf jeden Fall. So schön es hier auch ist – wir fühlen uns in Ifakara wohler und nützlicher! Auch wenn wir uns heute unter die klassischen Touristen mischen – so ganz fühlen wir uns nicht “dazu-gehörig”. Für uns ist es ein Tag zum Ausspannen vor der Heimreise, für andere der gesamte Tansania Urlaub. Den bewachten Strand darf man nicht verlassen, das wäre zu gefährlich – wir fühlen uns eingesperrt.

Warum fährt man zum Badeurlaub hierher?, das fragen wir uns – das könnte man doch auch in Europa haben. Warum macht man Urlaub, wo man sich einsperren lassen muss?

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