Angekommen in Dar

… sind wir vor ca. 1 Stunde. Die Reise war lang und anstrengend, aber ohne Zwischenfälle.  Auch wenn manchmal die Überholmanöver sehr gewagt sind …

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Stundenlang staut man sich durch den Stadtverkehr mit wunderbarer musikalischer Untermalung (fragt uns nicht nach 80’s Pop!!!!).

Jetzt sitzen wir am Kipepeo Beach vor unserer kleinen Hütte und beobachten Meer und Sonnenuntergang … so schön es hier ist und so sehr wir die Ruhe genießen – es ist kein Vergleich zu Ifakara. Die Menschen dort haben uns ein Gesicht Tansanias gezeigt, das man in solchen Touristen-Resorts nie kennen lernen wird.

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Safari njema ….

Auf dem Weg von Ifakara nach Dar es Salaam passiert man den Mikumi Nationalpark. Es ist zwar einer der kleineren tansanianischen Parks, aber sicher auch einer der Schönsten. Für ein paar Stunden haben wir gestern unsere Reise unterbrochen um durch den Park zu fahren und anschließend im Ort Mikumi zu übernachten.

Die große Frage auf jeder Safari ist: Werden wir auch Löwen sehen? Und schon beim Einsteigen ist mir dieses Exemplar vor die Linse gelaufen:

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Den Haaren nach eindeutig ein Löwe ….

 

Das erste was wir AUSSERHALB des Autos gesehen haben war aber nicht weniger beeindruckend – diesmal wirklich Löwen. Ein Rudel schläft unter einem Baum. Wir haben viel Glück, meint der Guide, so schnell Löwen zu sehen.

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Was sich sonst noch so alles im Park tummelt …. Elefanten, Giraffen, viele Gazellen und Antilopen, Büffel,Zebras, Gnus, ….

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Uns ist da so Einiges vor die Linse gelaufen in sehr kurzer Zeit, denn all zu lange wollten wir nicht bleiben. Heute Früh war schließlich Aufbruch nach Dar.

 

Abschied von Ifakara

Es ist soweit – heute ist unser letzter Abend in Ifakara …. morgen Früh geht es weiter nach Mikumi, zu einer 1-Tages Safari und von dort aus direkt nach Dar es Salaam.

Wir denken zurück an die letzten Tage und Wochen und an den heutigen Tag, an dem sich so viele unserer FeundInnen von uns verabschiedet haben. Die Studenten, die im Jugendzentrum unterrichten, Jakob und Joseph mit ihren Freunden …. Andresa und ihre Familie, die überglücklich sind, dass das Problem des Schulgelds für ein weiteres Jahr aus der Welt geschafft ist … Fahida und Elija, die uns an vielen Tagen begleitet haben … die Familie von Moses, die wir heute nochmal besucht haben, nachdem seine Mutter darauf bestanden hat, dass sie uns ihren Segen für die reise mitgeben möchte … Mama Mgaya, die Obfrau der “Wanawake Wakatoliki”, die sich im Namen der Frauen Ifakaras für die Projekte bedankt … Sombi, der nochmal mit uns in die Messe gehen wollte … Jugendliche aus dem Jugendzentrum …. viele waren es, die heute noch bei uns waren. Sie alle waren in den letzten Wochen Teil unseres Lebens und unseres Alltags.

Wir sitzen vor unserem Zimmer im lauen Abend, die Grillen zirpen, undefinierbare Tierlaute rund um uns herum und die Musik einer Feier dröhnt durch die Nacht. Europa scheint weit weg – unvorstellbar weit weg. Und doch sind wir in einer Woche schon wieder dort. Und vielleicht erscheint uns dann das hier als unvorstellbar weit weg …

Wir sind dankbar für die Zeit hier und die Begegnungen – ab morgen beginnt ein neuer Teil unserer Reise ….

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Das Gasthaus zur fröhlichen Schwester …

… hat uns heute Abend willkommen geheißen! Auf ihre Einladung hin, sind wir heute bei den Franziskanerinnen in Ifakara zum Abendessen erschienen und das Abend war alles andere als kontemplativ und ruhig!

Im Haus leben 4 Schwestern und sie alle freuen sich immer über Besuch! Sie haben uns vorzüglich bekocht und wir hatten einen wirklich, wirklich unterhaltsamen Abend mit 4 außergewöhnlichen Frauen. Sie strotzen vor Lebensfreude und Zuversicht und arbeiten allesamt fleißig für Menschen, die ihnen am Herzen liegen. So zB Schwester Agatha (“Mama Tangawizi”, nach ihrem Lieblingsgetränk), die sich jeden Tag für leprakranke Menschen einsetzt. Sie arbeitet im “Nazarethi”, der Leprastation in Ifakara und kümmert sich liebevoll und resoektvoll um die ihr anvertrauten Menschen.

Für uns war es eine Ehre den Abend mit diesen Frauen zu verbringen – und wir hatten sehr viel Spaß! Mit Nonnen verbinden wir in Europa meistens keine Frauen, die gern Witze machen, viel und laut Lachen und auch gern mal eine Flasche Bier aufmachen. Heute Abend haben wir Frauen getroffen, die Lebensfreude ausstrahlen und ihr Leben leben, bewusst mit Ordenstracht. Frauen, denen man es abnimmt, dass sie gerne Nonnen sind. Frauen, die – offensichtlich – glücklich sind!

Wir ernten ungläubige Blicke, als wir erzählen, dass Nonne bei uns Zuhause meist nicht in der Kirche tanzen, singen und schreien. Sie lachen sehr darüber und schließlich fragt die jüngste Schwester (Schwester Patricia alias “Mama Maji”): “Why?” “Warum?” Warum ist bei euch alles so ernst in der Kirche? Tja, wenn wir darauf eine Antwort hätten ….

Ana peni …..

Leises Flüstern das immer lauter wird …. es spricht sich schnell herum in der Grundschule Katindiuka, dass da jemand durch die Klassen geht und etwas ganz Besonderes verteilt … etwas Wertvolles … etwas Nützliches … etwas das jedes dieser Kinder gen haben möchte.

Was kann das sein? Es ist ein Geschenk einer Klasse im SPZ Zams, deren SchülerInnen und LehrerInnen wirklich sehr fleißig dafür gesammelt haben. Es sind ….. Kugelschreiber! Hier heiß begehrte Kostbarkeiten – und so geht das Gerücht die Runde, dass da jemand kommt und Kugelschreiber verschenkt. Als ich die einzelnen Klassen betrete ist es plötzlich ganz still. Eigentlich wäre der Unterricht ja schon beendet, aber alle sind noch da, für den Fall, dass an dem Gerücht mit den Kulis was dran ist … und dann werden die Kinderaugen groß – es stimmt wirklich!

Die Aufregung ist groß: Aan peni! (Er hat Kulis!) Die Kinder freuen sich und bedanken sich überschwänglich für dieses tolle Geschenk! Vielen Dank an unsere FreundInnen im SPZ Zams!

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Baustart!

K1024_DSC_0121Ich bin wieder in Katindiuka, in der Grundschule – seit gestern hat sich hier einiges getan, denn heute sind die Bauarbeiten für das neue Klassenzimmer losgegangen! Ich freue mich mit dem Dorf und der Schule!

Im Moment sitzen bis zu 93 (!) SchülerInnen in einer Klasse, weil das Geld zum Bau neuer Räume fehlt – das BRG Landeck wollte das nicht so hinnehmen! Mit großer Unterstützung vieler, vieler LehrerInnen und SchülerInnne (besonders der jetzigen 4. Klassen) haben sie es geschafft das Geld für einen Klassenraum und sogar noch mehr zu sammeln. Ein RIESEN Danke dafür kommt aus Ifakara zu euch!

Es ist etwas ganz Besonderes, so ein Projekt begleiten zu dürfen und ich freuen mich sehr, dass ich im BRG sein durfte und meine Bilder, Geschichten und Eindrücke aus Ifakara mit euch allen teilen durfte – und dann war da euer wirklich toller Abschluss! Hier in Katindiuka habe ich einen fast genauso herzlichen Empfang. Die Kinder freuen sich, dass so endlich weniger SchülerInnen in einer Klasse sitzen müssen und sie so besser lernen können!

Alle freuen sich sehr und alle Dorf-Vorsitzenden sind gekommen um sich zu bedanken und ihre Freude zu zeigen – sie haben als Eigenbeitrag Ziegelsteine und Sand geliefert und jetzt gehen die Bauarbeiten los – wir können es kaum erwarten!

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Ikea in Ifakara?

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Produziert Ikea neuerdings in der Berufsschule Ifakara? Sind das Bestandteile für Ivar, Billy oder Expedit?

Was verbirgt sich hinter dieser mysteriösen Konstruktion? Vielleicht kann und eine niederländische Ärztin einen Tipp geben?

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Ja, es ist ein Kaninchenstall 😉 Wie man deutlich erkennen kann! Heute war es soweit – in der Berufsschule “St. Joseph” in Ifakara gingen die ersten Kaninchenställe (designed by Aigner) in Produktion! Die ersten beiden Familien waren da und haben interessiert beobachtet was in der Werkstatt vor sich geht – neben der Aufsicht über den Bau, hat Jeremias sich auch noch als Experte für Haltung, Fütterung und Zucht der Tiere allen Fragen der zukünftigen Besitzerinnen gestellt. Die ersten Ställe und Tiere gehen an 2 Frauen in Ifakara, eine davon, Mama Mgaya, kennen wir bereits aus dem Ziegen-Projekt (https://freundevonifakara.wordpress.com/2013/10/22/ziegen-als-sparbuch/), die andere, Andresa, hat sich mit HIV infiziert und möchte ihren Kindern ein Einkommen für die Zukunft sichern (https://freundevonifakara.wordpress.com/2013/10/23/nur-die-hoffnung-bleibt/). Die beiden Frauen haben sich sehr für unsere Idee interessiert und werden einander in der Anfangsphase helfen – eine hat Erfahrung in der Tierhaltung, die andere nicht. Sie kommen aus verschiedenen Dörfern, Stämmen und sozialen Schichten und doch haben sie sich beim Kennenlernen heute bestens verstanden.

Besonderer Dank für dieses Projekt geht an:

– Jeremias Aigner, für Planung, Konstruktionspläne, Aufsicht über den Bau, Einschulung für die Halterinnen und viele Arbeit!

– Gustav, den Helden der Werkstatt für seine Unterstützung und seine Motivation und die “Zusammenarbeit” (sein deutsches Lieblingswort)

– den Schülern der Schule und dem Personal der Werkstatt für Überstunden und Hilfe!

– den “Wazungu-Doctors”, unseren FreundInnen aus den Niederlanden und Deutschland, die sich nach getaner Arbeit im Krankenhaus in der Werkstatt betätigt haben!

Das Team!

Das Team!

Das Ergebnis!
Das Ergebnis!