Feste feiern

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Es wird Abend in Ifakara… die Sonne geht unter, langsam leert sich der Markt und die Menschen machen sich auf den Heimweg… aber wir sind unterwegs!
Unser Ziel ist das Jugendzentrum in dem uns heute etwas ganz Besonderes erwartet – ein Danke-Fest mit den WaWaTa (Wanawake Wakatoliki wa Tanzania – dem katholischen Frauenbund).

Seit einigen Jahren wird diese Organisation von unserem Verein unterstützt. Die Frauen haben selbst ein Mikrokredit-Projekt (Vikoba) aufgebaut mit dem sie letztes Jahr rund 450 €  erwirtschaften konnten. Die meisten Kredite werden übrigens für Saatgut oder als Investitionen in kleine Geschäfte in Anspruch genommen.
Und sei Frauen haben neue Ideen – sie wollen Plastikstühle kaufen,  die dann bei Hochzeiten und anderen Festen gemietet werden können.  Stühle sind in Tansania ein Luxusartikel und bei großen Feiern sollten natürlich alle Gäste sitzen können. Diese Idee unterstützen wir gerne – die ersten 60 Stühle steuern wir gerne bei! 

Heute Abend wird genau das gefeiert.  Musik dröhnt aus den Boxen und wir werden mit dem traditionellen Zungenschlag (Kigelegele) begrüßt. Zu unserem Platz an der Ehrentafel tanzen wir natürlich. Dankesreden werden geschwungen und es gibt köstliches Essen – Reis,  Huhn, Linsen, Gemüse,  …
Die Reden werden immer wieder von Musik und Tanz unterbrochen – wir sind natürlich mit dabei, allen voran Peter Doka aus unserem Büro in Ifakara.

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Peter lässt sich beim Tanzen nicht lange bitten

Und dann tanzt auch schon die gesamte Gruppe in 2er Reihe heran um uns die extra für uns angefertigten Kleider und Hemden zu überreichen.  Maßgenommen haben die WaWaTa beim Essen vor einigen Tagen mitten in einem Lokal. Das Ergebnis lässt sich sehen:

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Dann geht das Tanzen erst so richtig los.  Die Energie, die Lebensfreude und die Intensität reißen uns mit und von den Stühlen – wir sind mitten im Geschehen! Genau wie Schwester Rustika…

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Für alle ein gelungener Abend… die Kraft,  Stärke und die Energie dieser Frauen wird uns im Gedächtnis bleiben – es wird klar: sie halten hier alles am Laufen,  sie sind die “Macherinnen” und sie sind wohl auch die Zukunft! 

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Dieses Fest zeigt uns ein Afrika abseits von Aids, Hunger und Krankheiten.  Abseits von Natur, Tierwelt und Stränden.  Ein Afrika, das nicht mehr und nicht weniger real ist als diese Bilder – Afrika ist mehr.

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