Was heißt das jetzt konkret?

Was heißt es für eine Frau in Katindiuka/Ifakara bei unserem landwirtschaftlichen Projekt dabei zu sein? Das haben uns die Frauen in Katindiuka sehr anschaulich gezeigt.

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Salma ist eine einfache Frau, ohne große Schulbildung. Mit ihrem Sohn lebt sie in einem kleinen Haus, mit nur einem Raum, gleich gegenüber vom Haus ihrer Eltern. Sie ist Alleinerzieherin und das ist nicht immer einfach, denn das zusätzliche Geld könnte sie gut gebrauchen – Unterhaltszahlungen gibt es hier nicht. In den letzten Jahren hat sie einen Sack Reis von ihrem einzigen Feld geerntet, also ca. 100kg. Das hat gereicht sagt sie, gereicht um sie und das Kind zu ernähren. Für mehr allerdings nicht und so musste sie sich schon für Kleidung oder Arztbesuche Geld leihen.

Im Haus sehen wir keine Reissäcke – wo ist die Ernte? Sie lächelt und sieht uns nicht an als sie sagt, dass ihr Haus zu klein war um die ganze Ernte aufzunehmen, die Ernte habe sie im Haus ihrer Eltern untergebracht. Stolz ist sie darauf, das sagen zu können und auch ihre Mutter, die seit Kurzem Witwe ist, ist stolz auf ihre Tochter. 5 Säcke Reis sind es dieses Jahr – 1 Sack als Nahrung für sie und ihren Sohn, der Rest kann verkauft werden und ermöglicht ihr das, was sie als Wohlstand ansieht: Medikamente, Seife und Kleidung kaufen können und vielleicht auch ab und zu etwas Gemüse oder sogar Fleisch. Dieses Jahr gibt es nicht ausschließlich Reis zu essen!

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