Kilama

Moses hat uns gestern mit in sein Heimatdorf genommen. Mit dem Rad liegt es ca. 1,5 Stunden von Ifakara entfernt … davon ist der größte Teil nicht geteert.

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Auf kleinen Straßen hüpfen die Räder dahin, manchmal müssen wir sie auch schieben – immer dann, wenn zu viel Sand auf dem Weg liegt. Wir sind früh aufgebrochen, trotzdem wird die Sonne immer stärker. Manchmal kommen uns RadfahrerInnen oder FußgängerInnen entgegen, die auf dem Weg zum Markt sind oder auch unterwegs ins Krankenhaus. Und dann kommen die LKWs, die Material für den geplanten Ausbau der Straße anliefern – und es wird finster. Staub und Sand überall. Wir müssen kurz warten bis sich der Staub wieder legt.

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In Kilama angekommen werden wir von Martha, der Schwester von Moses, willkommen geheißen. Sie hat das Essen schon vorbereitet – Mama Moses hat uns ein Huhn geschenkt, dazu gibt es gekochte Bananen. In kürzester Zeit spricht es sich herum, dass “wazungu” (Weiße) im Dorf sind und der Reihe nach kommen Nachbaren und Bekannte um uns zu begrüßen. Die Kinder des Dorfes sammeln sich in einer Gruppe und spähen hinter den einfachen Lehmhütten hervor – so ganz trauen sie sich doch nicht an uns heran. Nur die 3 Kinder von Martha trauen sich nach einiger Zeit uns zu begrüßen: Olivia, Albert und auch der kleine Lukas, der mit einem Tuch auf den Rücken seiner Schwester gebunden ist. Olivia ist 7 und kann natürlich schon auf ihren kleinen Bruder aufpassen – ihre Mutter Martha ist 22. Hier keine Seltenheit. Zum Abschied geben wir Martha die Geschenke, die wir mitgebracht haben: etwas Zucker und Tee, Seife und etwas Obst. Sie freut sich sehr, denn das sind wertvolle Dinge hier.

Auf dem Heimweg wird es sehr heiß, mehr als 39 Grad und kein Schatten – wir machen einen Zwischenstopp im Bethlehem-Center für eine kurze Verschnaufpause. “Bethlehem” ist die größte Sonderschule Tansanias, mit rund 120 SchülerInnen mit geistigen Beeinträchtigungen. Das Center bietet auch Ausbildungen in Weberei, Landwirtschaft, Schreinerei und Schnitzerei an. Viele Kinder kommen uns entgegen, sie haben gerade Nachmittagsbetreuung mit Musik und Tanz und zeigen uns, wie toll sie tanzen können. Es macht viel Spaß und wir machen auf jeden Fall keine so gute Figur wie sie 😉

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Zuhause angekommen – wird es DRINGEND Zeit für eine Dusche ….

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