Der 8.8 ist in Tansania ein Feiertag – der Tag der Bäuerinnen und Bauern, “Nanenane” (wörtlich: acht acht).
Die Landwirtschaft ist das Rückgrat des Lebens in Tansania und fast alle Menschen, selbst wenn sie eine andere Hauptarbeitsstelle haben, bewirtschaftet zumindest noch ein paar kleine Felder. Ein großer Teil der Menschen aber lebt fast ausschließlich von dem, was die durch ihre landwirtschaftliche Tätigkeit erwirtschaften.
In diesem Jahr trifft uns in Europa das, was in Tansania seit vielen Jahren der Fall ist: extreme Wettersituationen. Trockenheit, dann Starkregen und Überschwemmungen. Die Herausforderung des Klimawandels sind global und sie machen auch an Landesgrenzen nicht Halt.
In Tansania gibt es keine Versicherungen gegen Schäden, keine nennenswerten staatlichen Hilfen bei Dürren … Wer nichts erntet, hat nichts. Um den Bäuerinnen und Bauern zu helfen auch in diesen besonders herausfordernden Zeiten noch erfolgreich zu sein, haben wir unsere Landwirtschaftsprojekte ins Leben gerufen. Unter anderem unterstützen wir seit Jahren auch mit Sonnenblumen Saatgut und Unterstützung beim Anbau. Aus der Ernte kann Speiseöl produziert werden und der Überschuss bringt gutes Geld. In der Region um Ifakara war der Anbau von Sonnenblumen noch vor einigen Jahren nicht üblich, angebaut wurde vor allem Reis, doch auf Reis allein zu setzen ist in diesen Zeiten der rasanten Klimaveränderungen nicht mehr ratsam.
Und der Anbau von Sonnenblumen als Zwischenfrucht auf den Feldern scheint bestens zu funktionieren und so freuen wir uns, dass auch in dieser Saison wieder mehr als 280 Bäuerinnen und Bauern von uns und der IALI-FOUNDATION mit Saatgut unterstützt werden konnten.
In diesem Sinn: frohen Nanenane!

