Hoffen für die nächste Generation

Ein weiterer junger Mann mit Plänen steht heute vor uns – Ahmedi. Unser Stipendiat will Elektroingenieur werden, studieren gehen. Bereits bei unserem letzten Besuch war er ein ausgezeichneter Schüler. Das hat sich nicht geändert. Er ist immer bei den Besten der Klasse dabei.

Diese ambitionierte Haltung hat er von seiner Mutter, die obwohl sie alleinerziehend ist noch eine Ausbildung als Krankenschwester abschließen konnte und auch damit nicht genug, sie macht immer weiter und hat sich jetzt im Bereich der Anästhesie spezialisiert.

Dieser Wunsch, immer neu nach weiteren Chancen und Möglichkeiten zu streben, verbindet Mutter und Sohn. Ambition ist sehr wichtig hier, denn nur wer bei den landesweiten Examen gut genug abschneidet darf weiter zur Schule gehen und für bestimmte Studiengänge sind auch bestimmte Notendurchschnitte nötig. Hierbei zählen immer die landesweiten, genormten Examen.

Ahmedi hat in seinem Form IV Examen (entspricht der 11. Schulstufe) den Abschluss in der Devision 1 mit 10 Punkten erreicht – übertragen auf unser System ein Notenschnitt von ca. 1,3. Das ist doch beachtlich. Und er will weitermachen und sich verbessern. Seine Mutter ist stolz auf den 19jährigen und denkt nicht nur an seine Zukunft:

Auch für seine zukünftige Familie braucht er eine gute Ausbildung. Damit sie sich keine Sorgen machen müssen, über Geld.

Sie selbst kennt diese Sorgen nur all zu gut. Denn neben ihrer Stelle im Krankenhaus betreibt Maua auch noch einen kleinen Laden und hat natürlich noch Felder. Auch da müssen die Kinder neben der Schule mithelfen, sonst würde es nicht gehen. Da bleibt nicht viel Zeit für Spaß, es muss ja noch gelernt werden, um ja den Schnitt zu halten.

Ihre große Hoffnung ist, dass es die nächste Generation leichter hat.

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