
Ein guter Lehrer/eine gute Lehrerin kann für eine Schülerin/einen Schüler viel verändern. Ich bin sozusagen unter Lehrern aufgewachsen und weiß wie es ist, wenn sich die Arbeit nicht auf die Schule beschränkt und man in diesem Beruf mehr tut als nur das Nötigste.
So einen Lehrer haben wir heute kennengelernt – Avith. Eigentlich unterrichtet er Wirtschaft an der Kilombero Secundary School. Die 4 Jahre andauernde Secudary School entspricht einer Gesamtschule, die an die 7 jährige Grundschule anschließt. Danach folgen 2 weitere Schuljahre (Form V und VI), die besuchen aber viele nicht mehr, weil es am Geld und an den notwendigen Noten fehlt.

Um so wichtiger ist es, dass die jungen Menschen früh lernen, wie man sich den eigenen Lebensunterhalt verdienen kann.
Das hat sich auch Avith gedacht und verlegt den Unterricht regelmäßig in seinen Garten, um den Schülerinnen und Schülern beizubringen, wie man mit Gemüseanbau ein Zusatzeinkommen erwirtschaften kann. Er bringt ihnen hier bei, wie man ohne Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger genug Profit erwirtschaften kann, um sich gut über Wasser zu halten.
Unser Verein konnte gemeinsam mit unserer tansanianischen Partnerorganisation der IALI Foundation diesen Garten unterstützen. Über Material und eine Anschubfinanzierung und Beratung durch Moses, der ein Studium der Agrarökonomie abgeschlossen hat.

Fleißig sind die jungen Leute hier bei der Arbeit, wässern die Beete, entfernen Unkraut und düngen mit dem Mist der Hühner, die der Lehrer gleich nebean hält. Auf unsere Nachfrage erklären sie uns, dass sie das hier Erlernte auch Zuhause fleißig umsetzen und dort schon eigenen Gärten angelegt haben. Damit können sie einen Teil der Schulkosten selbst erwirtschaften. Und natürlich kriegen sie auch für ihre Arbeit im Garten einen Anteil des Gewinns.
Der Lehrer freut sich, wenn er das hört. “Jede und jeder hier hat Talente und die möchte ich fördern. Das ist meine Aufgabe”, sagt er. Besonders, weil er weiß, dass die berufliche Zukunft nicht für alle gut aussehen wird. Für Avith ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit. Er will seinen Schülerinnen und Schülern etwas fürs Leben mitgeben – und das schafft er auch.
